Miteinander leben – sozial, gerecht und zukunftsfähig im Oberallgäu
Gute Sozialpolitik beginnt im Alltag. Dort, wo Menschen wohnen, arbeiten, alt werden und ihre Kinder großziehen. In Immenstadt und im Oberallgäu heißt das: kurze Wege, verlässliche Angebote und ein starkes Miteinander – auch dort, wo Busse selten fahren und Hilfe nicht immer sichtbar ist.
Unser Ziel ist eine Kommune, in der sich alle Menschen gesehen fühlen: Kinder, Jugendliche, Familien, Seniorinnen und Senioren – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Lebensform.
Unsere Stadt ist vielfältig. Jung und Alt, alteingesessen oder neu zugezogen, mit unterschiedlichem Einkommen, unterschiedlichen Lebenswegen und Überzeugungen. Unterschiedliche Generationen, Kulturen und Lebensentwürfe gehören zu unserer Stadt. Diese Vielfalt ist keine Ausnahme – sie ist unsere Realität.
Viele Menschen spüren: Das Zusammenleben ist komplexer geworden. Veränderungen machen unsicher, gerade dort, wo man sich Verlässlichkeit wünscht. Diese Gefühle nehmen wir ernst. Zusammenhalt entsteht nicht, indem man Unterschiede ignoriert, sondern indem man offen und respektvoll mit ihnen umgeht.
Kinder stärken, Familien entlasten
Eine verlässliche Betreuung ist die Grundlage für Chancengleichheit. In Immenstadt wurden in den vergangenen Jahren ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze geschaffen. Das entlastet Familien und ermöglicht eine faire Aufteilung von Arbeit und Sorgearbeit.
Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen:
- gute Ausstattung von Kitas und Schulen
- genügend Fachpersonal, damit Betreuung Zeit und Qualität hat
- ausreichend Hort- und Betreuungsplätze für alle
- kostenfreie und verlässliche Angebote, wo sie Familien wirklich helfen
Auch unsere Schulen brauchen Raum zum Lernen und Leben. Die Sanierung der Mittelschule hat für uns eine hohe Dringlichkeit. Eine gute Ausstattung aller Schulen und Bildungseinrichtungen ist für uns eine klare Aufgabe der Kommune.
Jugendliche ernst nehmen und beteiligen
Jugendliche brauchen Orte, an denen sie willkommen sind – und Erwachsene, die zuhören. Jugendzentren, Schulsozialarbeit und Streetwork leisten hier unverzichtbare Arbeit. Gerade in Zeiten zunehmender Belastungen und wachsender Probleme ist frühe, persönliche Unterstützung entscheidend.
Wir setzen uns ein für:
- eine feste Streetworker-Stelle
- starke Schul- und Jugendsozialarbeit
- sichere Treffpunkte im öffentlichen Raum
- die Wiederbelebung von Jugendforen und Beteiligungsformaten
Jugendliche sollen nicht nur Thema von Politik sein, sondern selbst mitgestalten können.
Würdevolles Älterwerden ermöglichen
Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger haben unsere Stadt geprägt. Sie verdienen Sicherheit, Teilhabe und Respekt.
Wichtig sind für uns:
- bezahlbare, zentrale und gemeinschaftliche Wohnformen
- Orte der Begegnung für Seniorinnen und Senioren
- gute Erreichbarkeit von Angeboten, auch ohne Auto
- Schutz vor Hitze und Belastungen in heißen Sommern
Alt werden darf nicht heißen, allein zu sein.
Vielfalt leben – Zusammenhalt stärken
Migration ist Teil dieser Vielfalt. Menschen mit unterschiedlicher Herkunft leben, arbeiten und lernen hier – oft unauffällig, oft engagiert, manchmal auch mit Schwierigkeiten. Entscheidend ist nicht, wo jemand herkommt, sondern wie wir miteinander umgehen und welche Regeln für alle gelten.
Darum wollen wir Begegnung bewusst fördern:
- offene Treffpunkte und ein Bürgerhaus
- Plätze zum Verweilen, mit Schatten, Sitzgelegenheiten und Wasser
- gemeinschaftlich nutzbare Räume, innen wie außen
- Unterstützung von Vereinen, Ehrenamt und Nachbarschaftshilfe
Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen sich begegnen können – niedrigschwellig und ohne Hürden.
- echte Teilhabe statt Ausgrenzung
- Begegnung im Alltag statt Abstand
- Unterstützung dort, wo sie gebraucht wird
Gerade in Dörfern und kleineren Städten zeigt sich Zusammenhalt im Kleinen: auf dem Spielplatz, im Verein, in der Schule, im Gespräch. Wo Menschen sich begegnen, wächst Vertrauen. Wo niemand allein gelassen wird, entsteht Sicherheit.
Unser Ziel ist ein Miteinander, das trägt – auch wenn nicht alle gleich sind. Eine Stadt, in der Unterschiede kein Grund für Angst sind, sondern Anlass für Respekt. Und in der klar ist: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
Barrierefreiheit im Alltag mitdenken
Eine soziale Stadt ist für alle erreichbar. Das betrifft Menschen mit Rollstuhl oder Kinderwagen genauso wie ältere Menschen oder Familien.
Wir setzen uns ein für:
- barrierefreie Wege, Plätze und Spielräume
- leicht zugängliche Toiletten und Trinkwasserstellen
- einfache Orientierung im Stadtgebiet
- freiwillige Beteiligung des Einzelhandels an Alltagshilfen
Kleine Maßnahmen können den Alltag für viele deutlich erleichtern.
Unser Leitmotiv: Miteinander. Hier und jetzt.
Sozialpolitik lebt nicht von großen Worten, sondern von Vertrauen, Nähe und Verantwortung füreinander. Wir wollen eine Stadt, in der Hilfe einfach ist, Begegnung möglich bleibt und niemand übersehen wird.
Immenstadt soll ein Ort sein, an dem man gerne lebt – heute und morgen.
Vielfalt ist kein Gegensatz zum Zusammenhalt. Sie ist seine Grundlage!